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Bürgermedaillenträger Josef Schubert



Gemeinderat  und Lehrer
* 12. August 1927
+ 27. Januar 2005

Nur 10 Monate nach der Verleihung der Bürgermedaille am 20. März 2004 ist Herr Josef Schubert am 27. Januar 2005 verstorben.
Nachfolgend ein bildlicher und textlicher Rückblick auf die Verleihung der Medaille und auf die Leistungen dieses verdienstvollen Mitbürgers.

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Verleihung der Bürgermedaille, v. l. 2. Bürgermeister Karl Hafner, Josef Schubert,
1. Bürgermeister Peter Mahl.

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Altbürgermeister Johann Höringer (Mitte), selbst Träger der Bürgermedaille,
gratuliert Josef Schubert; links Ortspfarrer Pater Franz Jungbauer.

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Der neue Bürgermedaillenträger Josef Schubert trägt
sich in das Goldene Buch ein.

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Ein Ausschnitt aus dem Eintrag mit den Unterschriften des Ehepaares Schubert
und von Bürgermeister Peter Mahl.

Der Gemeinderat hat Herrn Josef Schubert, Niederschönenfeld, die Bürgermedaille in Silber zugesprochen. Die feierliche Verleihung im Rahmen einer Gemeinderats-Sitzung fand am 20. März 2004 statt. Josef Schubert ist der vierte Träger der Medaille. In seiner Laudatio führte 1. Bürgermeister Peter Mahl aus:

Glücklicherweise finden sich in unserer Gesellschaft immer wieder Mitbürger, deren Lebenseinstellung sich nicht an der Verfolgung persönlicher Interessen erschöpft, sondern die bereit sind, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Das Wirken dieser Menschen zu würdigen, die auf vielfältige Weise etwas für Andere tun, das ist unserer Gemeinde ein wichtiges Anliegen. Die Verdienste, die mit der Bürgermedaille gewürdigt werden, betreffen ganz unterschiedliche Gebiete. So hat der Gemeinderat in den Bestimmungen über diese hohe Auszeichnung Folgendes festgelegt.

In dem Wissen, das die Entwicklung einer lebendigen Gemeinschaft der Mitarbeit des Einzelnen bedarf,
in der Absicht, der Allgemeinheit und insbesondere der Jugend Anreiz und Vorbild zu geben und
in der Meinung, dass Leistungen auch eine Anerkennung erfahren sollen,

will die Gemeinde Niederschönenfeld durch Verleihung einer Bürgermedaille Personen ehren, die sich in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Politik und des geistigen, sozialen und sportlichen Lebens besonders verdient gemacht haben.

Mit seinem Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein, seinem Engagement und seiner Einsatzfreude wirkte auch Herr Josef Schubert daran mit, dass unsere Heimat lebens- und liebenswert bleibt. Eine Ausübung von gleichzeitig mehreren ehrenamtlichen Aufgaben kann nur unter Zurückstellung eigener Interessen wahrgenommen werden und ist mit persönlichen Opfern verbunden. Ich denke hier vor allem an den Verzicht auf Freizeit und Hobby und das Verweilen im Familienkreis.

Verehrter Herr Schubert, es waren nicht Ihre hauptberuflichen Aufgaben, die den Gemeinderat veranlasst haben, Ihre Verdienste zu würdigen, sondern die Vielzahl Ihrer neben dem Beruf erbrachten Leistungen für die Mitbürgerinnen und Mitbürger. Eine Würdigung der beruflichen Tätigkeit erfolgte bereits durch die Schulbehörden. Wenn auch heute noch so manche Anekdote aus der Niederschönenfelder Schulzeit von ehemaligen Schülern gerne erzählt wird.

Ihr Lebensweg war nicht einfach, denn nach Kriegsdienst und Gefangenschaft fanden sie erst 1946 nach Ihrer Vertreibung wieder mit Eltern und Geschwister zusammen. Im Jahre 1954 kamen Sie nach dem Studium als junger Lehrer nach Niederschönenfeld. Der Unterricht aller 8 Schulklassen erfolgte noch in einem Raum – eine für die heutige Zeit unvorstellbare Konstellation.

Der sofortige Beitritt zum Kirchenchor war für den sangesfreudigen und musikalisch ausgebildeten Lehrer eine Selbstverständlichkeit. Noch heute, nach fast genau 50 Jahren, ja meine Damen und Herren, einem halben Jahrhundert Kirchenchor, ist er für den Chor, den er auch bis vor kurzem leitete und dirigierte, immer noch unverzichtbar. Ein Hörgenuss ganz besonderer Art ist seine instrumentale Begleitung des Chores mit der Geige bei festlichen Gottesdiensten.

Bereits 1956, er war gerade mal zwei Jahre in Niederschönenfeld und erst 28 Jahre alt, erkannten die Gemeindebürger sein Engagement für die Gesellschaft an und wählten ihn erstmals in den Gemeinderat, dem er insgesamt zehn Jahre bis 1966 angehörte und in den er sein Wissen zum Wohle der Bürger einbrachte. 1956 wirkte Herr Schubert maßgeblich an der Erweiterung des Schulhauses mit, um den Unterricht zukünftig in 2 Klassenräumen abhalten zu können.

Im September 1957 lautete ein Tagesordnungspunkt der Gemeinderats-Sitzung: Kanalisierung der Landstraße 1. Ordnung im Ortsbereich! Dies war der Beginn einer scheinbar andauernden, nie endenden Maßnahme, mit der auch Herr Schubert als junger Gemeinderat konfrontiert war.

Selbstverständlich war sein Mitwirken bei der Niederschönenfelder Bläsergruppe ab dem Jahre 1977. Als ihr Gründungsvater und langjähriger Leiter, Herr Max Höringer, im Jahre 1992 plötzlich verstarb, war Herr Schubert sofort bereit, die Bläsergruppe weiterzuführen. Noch heute dürfen wir bei den unterschiedlichsten Anlässen dank Ihres Taktstabes die ausgezeichneten musikalischen Darbietungen der Bläsergruppe genießen.

Sein ehrenamtliches Engagement ist aber nicht auf unsere Gemeinde beschränkt geblieben. Sein leidenschaftliches Hobby, die Bienen, waren es, die ihn 1955 zum Beitritt in den Imkerverein Niederschönenfeld veranlassten. Am 1. März 1959 übernahm er den 1. Vorsitz des Vereins, und übte dieses Amt 16 Jahre erfolgreich aus. Es folgte eine 3 jährige Tätigkeit als 2. Vorsitzender. Anschließend übernahm er wiederum für 8 Jahre den 1. Vorsitz. Der Imkerverein Niederschönenfeld war zwischenzeitlich in den Imkerverein Rain übergegangen. Seit dem Sommer 1976 ist Herr Schubert zudem am Lehrbienenstand in Rain tätig. Herr Schubert ist vor einem halben Jahrhundert beruflich zu uns nach Niederschönenfeld gekommen. Durch den Bau seines Eigenheimes und sein Verbleiben auch nach der Auflösung der Schule, durch sein vielfältiges ehrenamtliches Wirken, hat er unterstrichen, dass er gerne Niederschönenfelder geworden ist und unsere Gemeinde ihm neue Heimat geworden ist.

Die Verleihung der Bürgermedaille ist eine Würdigung der vielfältigen persönlichen Verdienste für die Gemeinschaft. Gleichzeitig soll sie aber auch Ansporn für jene sein, die bisher beim Übernehmen von Verantwortung zurückhaltend waren.



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